20 March 2026, 14:08

Bechtle wächst 2022 moderat – doch Lieferengpässe bei Speicherchips dämpfen die Prognose für 2026

Nahaufnahme einer Computermotherboard mit einem Speicherchip, der mit Text beschriftet ist und auf einer weißen Oberfläche liegt.

Knappheit an Speicherchips behindert Bechtles Pläne für 2026 - Bechtle wächst 2022 moderat – doch Lieferengpässe bei Speicherchips dämpfen die Prognose für 2026

Bechtle verzeichnete 2022 stetiges Wachstum, wobei das Gesamtgeschäftsvolumen um über 8 Prozent auf 8,6 Milliarden Euro stieg. Der Umsatz erhöhte sich jedoch nur knapp um 2 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro, während der Gewinn vor Steuern um 6 Prozent auf 324,2 Millionen Euro zurückging. Für 2026 zeichnet sich nun eine gemischte Prognose ab, geprägt von Lieferengpässen auf dem Speicherchip-Markt.

Das Unternehmen Bechtle, spezialisiert auf die Belieferung von Behörden und gewerblichen Kunden mit PCs und Netzwerk-Hardware, erreichte 2022 ein Gesamtgeschäftsvolumen von 8,6 Milliarden Euro – ein Plus von 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz wuchs bescheiden um nahezu 2 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro, doch der Gewinn vor Steuern sank um 6 Prozent auf 324,2 Millionen Euro.

Der globale Speicherchip-Markt hat seit 2023 deutliche Veränderungen durchlaufen. Nach einer rückläufigen Nachfrage nach Speicherchips – bedingt durch den Rückgang des Homeoffice-Trends und damit sinkendem Bedarf an PCs, Smartphones und Tablets – erlebte der Sektor 2025/2026 eine Erholung. Treiber waren die hohe Nachfrage nach KI-Chips, Servern und Rechenzentren, wobei Asien 61 Prozent der Halbleiter verbrauchte. Auch Innovationen im Smartphone-Bereich, wie faltbare Geräte von Samsung und Huawei sowie Apples geplanter Markteintritt 2026, trieben den Chip-Bedarf in die Höhe. Steigende Materialkosten von bis zu 30 Prozent und knappe Lieferketten ließen zudem die Preise für Speicherchips anziehen.

Trotz dieser Marktschwankungen bleibt Bechtle vorsichtig optimistisch. Für 2026 rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz- und Vorsteuergewinnwachstum zwischen 0 und 5 Prozent. Vorstandsvorsitzender Thomas Olemotz dämpfte jedoch die Erwartungen an die Gewinnentwicklung und verwies auf die anhaltenden Lieferengpässe bei Speicherchips. Dennoch sieht sich Bechtle gut aufgestellt, um von der wachsenden Nachfrage nach KI- und Rechenzentrumsinfrastruktur zu profitieren.

Langfristig hat sich Bechtle ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Mindestens 10 Milliarden Euro Gesamtgeschäftsvolumen bis 2030 – idealerweise sogar früher.

Die Prognose für 2026 spiegelt sowohl Herausforderungen als auch Chancen wider. Während Lieferengpässe bei Speicherchips das kurzfristige Wachstum bremsen, könnte die steigende Nachfrage nach KI- und Rechenzentrumstechnologien langfristige Vorteile bringen. Mit seinem Fokus auf IT-Lösungen für Behörden und Unternehmen bleibt Bechtle eng an den wichtigen Markttrends ausgerichtet.

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