16 April 2026, 08:09

Baugewerbe schafft Lohn-Gleichheit: Ost und West erhalten gleiche Bezüge ab 2027

Plakat mit zwei Personen vor einem Berg- und Baumhintergrund mit der Aufschrift "Was unser Freihandel bedeutet - Britischer Granitarbeiter - Die faire Lohnklausel ist in Ordnung, aber ich will Arbeit".

Baugewerbe schafft Lohn-Gleichheit: Ost und West erhalten gleiche Bezüge ab 2027

Historischer Tarifkompromiss: Baugewerbe gleicht Löhne zwischen Ost und West an

Die deutsche Bauwirtschaft hat eine richtungsweisende Vereinbarung zur Angleichung der Löhne zwischen den ost- und westdeutschen Regionen erzielt. Der Durchbruch folgt wochenlangen Streiks unter Führung der Gewerkschaft IG BAU und beendet jahrzehntelange Gehaltsunterschiede. Rund 920.000 Beschäftigte bundesweit profitieren von der Neuregelung ihrer Bezüge.

Die Tarifeinigung sieht eine Lohnerhöhung von 5,3 Prozent in Ostdeutschland vor, während die Gehälter im Westen um 3,9 Prozent steigen. Damit soll die langjährige Lohnkluft zwischen beiden Landesteilen endgültig geschlossen werden. Der aktuelle Tarifvertrag gilt bis zum 31. März 2027.

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Die IG BAU, die Gewerkschaft der Bauarbeiter, hatte das Abkommen nach einem fast dreiwöchigen Arbeitskampf durchgesetzt. Carsten Burckhardt, stellvertretender IG-BAU-Vorsitzender, bezeichnete das Ergebnis als "historischen Meilenstein für mehr Gerechtigkeit in der Branche". Allein in Westdeutschland sind über 600.000 Bauarbeiter beschäftigt – die Änderungen wirken sich damit auf einen erheblichen Teil der Belegschaft aus.

Die neue Regelung setzt das Prinzip "Ein Land, ein Lohn, ein Gehalt" durch und schafft so einheitliche Entgeltstandards in allen Bundesländern. Damit endet eine jahrzehntelange Ungleichbehandlung seit der deutschen Wiedervereinigung, bei der Beschäftigte in Ostdeutschland für gleiche Tätigkeiten oft weniger verdienten.

Die Vereinbarung setzt Maßstäbe für Lohngerechtigkeit im deutschen Baugewerbe. Arbeiter in beiden Landesteilen erhalten künftig eine fairere Bezahlung nach einheitlichen bundesweiten Kriterien. Der Tarifvertrag bleibt bis 2027 in Kraft und gibt fast einer Million Beschäftigten langfristige Planungssicherheit.

Quelle