Bätzing warnt in Weihnachtsbotschaft vor Nationalismus und Machtkult

Bischof Bätzing warnt vor neuem Nationalismus - Bätzing warnt in Weihnachtsbotschaft vor Nationalismus und Machtkult
In seiner Weihnachtspredigt im Limburger Dom positionierte sich Georg Bätzing, der 64-jährige Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, deutlich gegen den aufkommenden Nationalismus. Er rief die Zuhörer dazu auf, sich von isolationistischen Politikkonzepten abzuwenden, die er in der heutigen vernetzten Welt als realitätsfremd bezeichnete.
Der Bischof reflektierte zudem über die Bedeutung von Weihnachten und betonte den Gegensatz zwischen irdischer Macht und dem christlichen Glauben an einen demütigen Gott.
Bätzing richtete seine Worte an die Gläubigen, die sich zur traditionellen Christmette versammelt hatten. Er unterstrich, dass die Geschichte von Jesu Geburt – die eines wehrlosen Kindes in Armut – die Vorherrschaft der Mächtigen infrage stelle. Dieses Bild, so Bätzing, habe stets seinen eigenen Glauben an die Religion vertieft.
Die Predigt fiel in eine Zeit, in der Christen weltweit die Geburt Jesu Christi feiern, den sie als den menschgewordenen Gott verehren. Bätzing argumentierte, dass dieser Glaube eine Alternative zu politischen Machtkämpfen und nationalistischen Ideologien des Nationalsozialismus biete. Er betonte, dass kein Land in der modernen Welt allein bestehen könne. Stattdessen plädierte er für Zusammenarbeit und Solidarität – Werte, die er tief in der Weihnachtsbotschaft selbst verwurzelt sieht.
Bätzings Ausführungen verbanden die christliche Botschaft der Demut mit aktuellen politischen Debatten. Seine Ablehnung von Nationalismus und Abschottung war Teil eines weiteren Aufrufs zur Einheit. Die Predigt unterstrich dabei die Kernaussage, dass der Glaube im Grunde jeder Machtkonzentration in den Händen weniger widerspricht.

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