15 March 2026, 12:09

Badenova fordert mehr Tempo bei Energie- und Wärmewende vor der Landtagswahl 2026

Eine Kreisdiagramm, das den globalen erneuerbaren Energieverbrauch im Jahr 2008 zeigt, unterteilt in Abschnitte für fossile Brennstoffe, Kernenergie, Wasserkraft, Warmwasser, Heizung, Biomasse, Solarenergie, Geothermie und Biokraftstoffe, mit begleitendem Text.

Badenova fordert mehr Tempo bei Energie- und Wärmewende vor der Landtagswahl 2026

Badenova drängt auf beschleunigten Fortschritt bei Energie- und Wärmewende in Baden-Württemberg vor der Landtagswahl 2026

Der Freiburger Energieversorger Badenova fordert mehr Tempo bei der Energiewende und Wärmewende in Baden-Württemberg – noch vor den anstehenden Landtagswahlen 2026. Das Unternehmen betont, dass stärkere politische Weichenstellungen, klarere Förderregelungen und eine bessere Zusammenarbeit nötig sind, um die Klimaziele zu erreichen und die zukünftige Energieversorgung der Region zu sichern.

In den vergangenen fünf Jahren hat der Ausbau der Fernwärmenetze in Baden-Württemberg an Fahrt aufgenommen. Das jährliche Wachstum lag bei etwa 5–7 %, wodurch sich die Gesamtlänge der Netze von 2.500 auf über 3.000 Kilometer erhöhte. Vorreiter waren Großstädte wie Stuttgart und Mannheim: Stuttgart baute bis 2025 rund 50 Kilometer neue Leitungen, Mannheim 30 Kilometer. Doch in ländlichen Regionen wie dem Schwarzwald gab es kaum Fortschritte – hier wuchs das Netz um weniger als 2 %, bedingt durch hohe Kosten und geringe Bevölkerungsdichte.

Badenova fordert nun konsequentere Unterstützung, um die Netze wirtschaftlich tragfähig zu machen. Das Unternehmen schlägt besser abgestimmte Förderprogramme und staatlich besicherte Kredite vor, um kommunale Versorger zu stärken. Zudem pocht es auf schnellere Genehmigungsverfahren, darunter standardisierte Vorschriften und digitale Aufrüstung in Behörden, um Verzögerungen zu vermeiden und Projektkosten zu senken.

Der Energieversorger hebt das geothermische Potenzial im Oberrheingraben hervor, warnt jedoch, dass Landesmittel für geologische Erkundungen unverzichtbar seien. Zudem plädiert Badenova für verbesserte Anreize beim Ausbau der Windenergie in Südwestdeutschland und eine bessere Abstimmung zwischen dem Zubau erneuerbarer Energien und dem Netzausbau. Klare politische Rahmenbedingungen für die Wasserstoffverteilung sowie eine engere Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Kommunen und Politik gelten als weitere entscheidende Schritte.

Mit seinen Vorschlägen will Badenova den Weg Baden-Württembergs in die Klimaneutralität beschleunigen. Der Fokus auf Förderung, Genehmigungsverfahren und regionale Kooperation zielt darauf ab, sowohl städtische als auch ländliche Energieherausforderungen zu bewältigen. Ohne entschlossenes Handeln drohen der Energiewende nach der Wahl 2026 weitere Rückschläge.

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