09 February 2026, 22:21

Baden-Württemberg stärkt Wirtschaftskooperation mit neuem Japan-Büro in Tokio

Eine detaillierte Karte der ersten deutschen Grafschaft Tirol mit geografischen Elementen wie Flüssen, Bergen und Städten sowie begleitendem Text und Bildern.

Baden-Württemberg stärkt Wirtschaftskooperation mit neuem Japan-Büro in Tokio

Baden-Württemberg hat einen neuen Wirtschaftsvertreter in Japan ernannt, um die Handels- und Innovationsbeziehungen zu stärken. Dr. Lucas Witoslawski, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Deutsch-Japanischen Industrie- und Handelskammer (AHK Japan), wird das Büro in Tokio leiten. Mit diesem Schritt sollen die Zusammenarbeit in Schlüsselsektoren vertieft und mittelständische Unternehmen (KMU) beim Markteintritt in Japan unterstützt werden.

Die Partnerschaft zwischen Baden-Württemberg und Japan reicht bis zum 24. November 1989 zurück, als ein regionales Abkommen mit der Präfektur Kanagawa unterzeichnet wurde. Im Laufe der Jahre haben sich die wirtschaftlichen Verbindungen weiter gefestigt, unter anderem durch Initiativen wie das EU-Japan-Wirtschaftspartnerschaftsabkommen, das am 1. Februar 2019 in Kraft trat. Ein weiterer Meilenstein war die Deutsch-Japanische Energiepartnerschaft, die im Juni 2019 ins Leben gerufen wurde und deren Fahrplan 2020 vom japanischen Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) sowie dem deutschen Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) erarbeitet wurde.

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Die neue Wirtschaftsvertretung wird sich auf zukunftsträchtige Branchen wie Mobilität, Automobilindustrie, Robotik und künstliche Intelligenz konzentrieren. Auch die Bereiche Gesundheitswesen, Lebenswissenschaften, erneuerbare Energien und Klimatechnologien erhalten Priorität. Zudem wird das Büro das japanische Start-up-Ökosystem beobachten und Chancen in den Bereichen Verteidigungs- und Sicherheitstechnologien ausloten.

Victor Arnhold, Berater bei der AHK Japan, übernimmt die Rolle eines Innovationsscouts. Seine Aufgabe besteht darin, technologische Fortschritte in Japan zu verfolgen und Potenziale für Unternehmen aus Baden-Württemberg zu identifizieren. Das Büro dient als zentrale Anlaufstelle für Unternehmen und Akteure, die in Japan expandieren oder mit deutschen Firmen kooperieren möchten.

Japan bleibt ein entscheidender Markt für Baden-Württemberg und belegt im Exportranking der Region für 2024 den 14. Platz. Die Ausfuhren nach Japan stiegen im vergangenen Jahr um 6,8 Prozent auf rund 4,4 Milliarden Euro. Als viertgrößte Volkswirtschaft der Welt ist Japan zudem führend in Forschung und Hochtechnologie.

Die gestärkte Wirtschaftsvertretung wird gezielt KMU unterstützen und neue Kooperationen im Bereich innovativer Technologien fördern. Mit Fokus auf strategische Sektoren und die dynamische Start-up-Szene Japans soll die Initiative auf Jahrzehnte der Partnerschaft aufbauen. Das Büro wird zudem den Markteintritt für Unternehmen aus beiden Regionen erleichtern.