Baden-Württemberg lockt mit neuer Medizinstudien-Quote Ärzte in den Öffentlichen Dienst
Paul MüllerBaden-Württemberg lockt mit neuer Medizinstudien-Quote Ärzte in den Öffentlichen Dienst
Baden-Württemberg führt ab dem Wintersemester 2026/27 eine neue Vorabquote für Medizinstudienplätze ein. Das Programm soll mehr Lehrer für den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) gewinnen, indem es klare Berufsperspektiven bietet. Jährlich werden über die nächsten fünf Jahre zehn Plätze über diese Quote vergeben.
Insgesamt stellt das Land damit in fünf Jahren 1.000 Medizinstudienplätze bereit. Anders als im regulären Auswahlverfahren zählt hier nicht primär die Abiturnote, sondern persönliche Eignung und Motivation. Voraussetzung sind die Hochschulzugangsberechtigung sowie die Verpflichtung, sich später im ÖGD fachärztlich weiterzubilden.
Die ausgewählten Bewerberinnen und Bewerber verpflichten sich zudem, mindestens zehn Jahre im Öffentlichen Gesundheitsdienst zu arbeiten. Die Regierungspräsidien in Stuttgart koordinieren das Bewerbungs- und Auswahlverfahren. Zu den Aufgaben im ÖGD gehören unter anderem Gesundheitsschutz, Gesundheitsplanung, Prävention sowie die Versorgung unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen.
Mit der Initiative will das Land die langfristige medizinische Versorgung sichern und mehr Lehrer für den ÖGD gewinnen. Wer diesen Weg wählt, leistet einen direkten Beitrag zum Gemeinwohl – bei gleichzeitig klarer beruflicher Perspektive.
Die Quote startet im Wintersemester 2026/27 mit zunächst zehn Plätzen pro Jahr. Über fünf Jahre hinweg entstehen so 1.000 Möglichkeiten für angehende Medizinerinnen und Mediziner, sich auf den Öffentlichen Gesundheitsdienst zu spezialisieren. Das Programm garantiert nicht nur eine stetige Nachwuchsförderung für den Sektor, sondern bietet den Teilnehmenden auch eine strukturierte Karriereplanung.






