Baden-Württemberg fördert vier innovative Solarprojekte an Verkehrsflächen mit über 724.000 Euro
Lotta BrandtBaden-Württemberg fördert vier innovative Solarprojekte an Verkehrsflächen mit über 724.000 Euro
Vier neue Solarenergieprojekte in Baden-Württemberg haben im Rahmen des Landesprogramms "Doppelnutzung von Flächen: Solarstrom an Verkehrsinfrastruktur" eine Förderung erhalten. Die ausgewählten Vorhaben sehen die Installation von Photovoltaikanlagen an Lärmschutzwällen, Verkehrsdrehscheiben und Parkflächen vor. Insgesamt erhalten die Projekte Fördergelder in Höhe von über 724.000 Euro und müssen bis November 2025 in Betrieb genommen werden.
Das Ministerium für Umwelt, Klimaschutz und Energiewirtschaft gab die aktuelle Förderrunde bekannt. Damit knüpft es an drei zuvor geförderte Projekte an, die vor allem an Rastanlagen und Parkplätzen in Stuttgart und Ulm umgesetzt wurden. Die neuen Initiativen erweitern das Programm nun um Lärmschutzanlagen und Schieneninfrastruktur.
Im Ortenaukreis wird die Bürger Energie Ortenau eG entlang der Bundesstraße B33 bei Offenburg/Elgersweier rund 700 Solarmodule installieren. Die Anlage soll etwa 290 Kilowatt Leistung erbringen und erhält dafür eine Förderung von rund 160.000 Euro. Unterdessen plant die Bürgerinitiative Pro Solar Ladenburg (BIPLA) eine 345-Kilowatt-Anlage an einem Lärmschutzwall neben der Bahnstrecke Ladenburg–Heddesheim, wofür sie 120.000 Euro an Fördermitteln erhält.
In Wendlingen am Neckar (Landkreis Esslingen) entsteht entlang eines neuen Lärmschutzwalls an der Autobahn A8 eine 155-Kilowatt-Solaranlage, die mit etwa 300.000 Euro unterstützt wird. Zudem wird die Rhein-Neckar GmbH auf dem Dach ihres Wasserstoffbus-Depots in Heidelberg eine 300-Kilowatt-Anlage errichten, gefördert mit 144.000 Euro.
Die Zuschüsse decken strukturelle Komponenten wie Montagesysteme und Fundamente sowie die Photovoltaikmodule und technische Ausstattung ab. Baden-Württemberg stellt insgesamt vier Millionen Euro für vergleichbare Doppelnutzungsprojekte im Land bereit.
Die vier genehmigten Vorhaben stärken die erneuerbare Energieerzeugung, indem sie bestehende Infrastruktur nutzen. Alle Anlagen müssen bis Ende November 2025 ans Netz angeschlossen sein. Das Förderprogramm des Landes unterstützt weiterhin innovative Wege, um Solarstrom in Verkehrsnetze zu integrieren.






