Baden-Württemberg bleibt einer der sichersten Staaten

Baden-Württemberg bleibt einer der sichersten Staaten
In Baden-Württemberg ist die Zahl der registrierten Straftaten im Jahr 2023 auf knapp 595.000 Delikte angestiegen. Das entspricht einem Anstieg um 45.000 Fälle im Vergleich zum Vorjahr. Trotz dieses Zuwachses bleibt das Land eine der sichersten Regionen Deutschlands, gemessen an der Kriminalitätsrate pro Einwohner.
Die Gesamtzahl der allgemeinen Straftaten – ohne Verstöße gegen das Aufenthaltsrecht – lag 2023 bei rund 559.000 und erreichte damit wieder das Niveau von vor der Pandemie. Fast 44 Prozent dieser Taten wurden im öffentlichen Raum verübt, wobei Diebstahl mit 26,4 Prozent der Fälle am häufigsten vorkam.
Gewaltdelikte in öffentlichen Bereichen stiegen um etwa 9 Prozent und erreichten mit rund 29.000 Vorfällen den höchsten Stand seit zehn Jahren. Auch Messerangriffe nahmen deutlich zu – um 13,5 Prozent auf 1.295 Fälle. Sexuelle Übergriffe im öffentlichen Raum erhöhten sich um 6 Prozent, wobei etwa 3.000 Anzeigen erstattet wurden. Zudem verzeichneten Ladendiebstähle und Treibstoffdiebstähle durch Tankbetrug spürbare Zuwächse: Die Fälle von Ladendiebstahl stiegen auf 47.052, während Tankbetrug 10.625 Mal registriert wurde. Verstöße gegen das Aufenthaltsrecht nahmen unterdessen um fast zwei Drittel zu und erreichten mit über 36.000 Fällen einen neuen Höchststand.
Die Aufklärungsquote der Polizei lag 2023 bei 61,2 Prozent – eine leichte Verbesserung um 1,4 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Die allgemeine Kriminalitätsrate (ohne Aufenthaltsdelikte) betrug 4.952 Fälle pro 100.000 Einwohner.
Die Zahlen für 2023 zeigen ein gemischtes Bild für Baden-Württemberg: Zwar bleibt das Land eine der sichersten Regionen Deutschlands, doch bestimmte Delikte wie Gewalttaten, Messerangriffe und Ladendiebstähle sind deutlich angestiegen. Die Behörden arbeiten weiterhin daran, diesen Entwicklungen mit verbesserten Aufklärungsquoten zu begegnen.

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