21 March 2026, 10:09

Apotheker streiken bundesweit für faire Gebühren und bessere Arbeitsbedingungen

Ein Apotheker in weißer Schürze hält ein Objekt, während er einem Kunden in einer Apotheke mit Regalen voller Flaschen im Hintergrund hilft.

Apotheker streiken bundesweit für faire Gebühren und bessere Arbeitsbedingungen

Apotheker in ganz Deutschland bereiten landesweite Proteste für den 23. März vor. Tausende werden ihre Türen für eine Stunde schließen, um höhere Abgabegebühren und bessere Arbeitsbedingungen zu fordern. Die Demonstrationen finden vor dem Hintergrund statt, dass ländliche Regionen und strukturschwache Stadtteile mit einer wachsenden Zahl von Apotheken-Schließungen aufgrund finanzieller Belastungen kämpfen.

Der Apothekerverband Nordrhein (AVNR) gibt den Aufruf vor und ruft Kollegen auf, sich Kundgebungen in Großstädten wie Berlin, München, Hannover und Düsseldorf anzuschließen.

Während der Proteste bleiben die Apotheken zwischen 12 und 13 Uhr geschlossen, wobei sich die Teilnehmer bereits eine Stunde früher versammeln. In Düsseldorf beginnt die Demonstration um 12 Uhr am Burgplatz. Die Organisatoren haben die Apotheker aufgefordert, in weißen Kitteln zu erscheinen und mit ihren gesamten Teams teilzunehmen, um Geschlossenheit zu zeigen.

Die zentrale Forderung des AVNR ist die Erhöhung der festen Abgabegebühr auf 9,50 Euro. Zudem lehnt der Verband Pläne für "Apotheken ohne Labor" oder "ohne Apotheker" ab und argumentiert, dass dies die Qualitätsstandards senken würde. Man erwarte keine Behinderungen durch die Behörden und vertraue darauf, dass das Demonstrationsrecht respektiert werde.

Die finanziellen Schwierigkeiten haben bereits 502 Apotheken im Jahr 2025 zur Schließung gezwungen, sodass noch 16.601 übrig bleiben. Besonders betroffen sind ländliche Gebiete und benachteiligte Stadtviertel – allein in Brandenburg wurden seit 2013 54 Apotheken geschlossen. Als Hauptgrund für den anhaltenden Rückgang gelten seit Jahren stagnierende Erstattungssätze, auch wenn aktuelle Studien keine genauen Prognosen liefern, wie viele weitere Apotheken kurzfristig schließen könnten.

Die Proteste unterstreichen den zunehmenden Druck auf Deutschlands Apotheken, vor allem in unterversorgten Regionen. Angesichts steigender Schließungszahlen und unveränderter Gebühren pocht der AVNR auf dringende Maßnahmen, um die lokalen Apotheken zu erhalten. Die Ergebnisse der Demonstrationen könnten die künftige Politik in den Bereichen Finanzierung und Personal im Sektor maßgeblich prägen.

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