AfD in Rheinland-Pfalz verliert leicht nach Briefwahl-Auszählung
AfD in Rheinland-Pfalz: Leichter Rückgang nach Auszählung der Briefwahlstimmen
Bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz am 22. März 2026 verzeichnete die Alternative für Deutschland (AfD) einen leichten Rückgang in den Hochrechnungen. Zunächst war die Partei bei 20 Prozent gesehen worden, doch das vorläufige Endergebnis lag bei 19,5 Prozent. Die Verschiebung ergab sich durch die Auszählung der Briefwahlstimmen, was in sozialen Medien Spekulationen über mögliche Unregelmäßigkeiten auslöste.
Erste Prognosen der Sender ARD und ZDF hatten der AfD zunächst 20 Prozent der Stimmen zugerechnet. Diese frühen Schätzungen basieren auf den Stimmen vor Ort und Exit-Umfragen, die Briefwähler nicht berücksichtigen. Im Laufe des Abends sank der Wert der Partei auf 19,5 Prozent, nachdem die Briefwahlstimmen eingerechnet wurden.
Das Wahlverhalten bei Briefwählern unterscheidet sich oft von dem der Wähler vor Ort, was sich auf die Hochrechnungen auswirken kann. Parteien wie die AfD, deren Anhänger tendenziell eher persönlich wählen, erscheinen in ersten Prognosen oft stärker, verlieren dann aber an Boden, sobald die Briefwahlstimmen hinzukommen. Die Meinungsforschungsinstitute – ARD arbeitet mit Infratest Dimap, ZDF mit der Forschungsgruppe Wahlen – passen ihre Modelle an, um solche Unterschiede zu berücksichtigen.
Die Veränderung veranlasste einen Facebook-Nutzer, Wahlbetrug zu behaupten und den Rückgang der AfD als verdächtig darzustellen. Die Landeswahlleitung bestätigte jedoch, dass keine Unregelmäßigkeiten gemeldet worden seien. Statistische Modelle berücksichtigen zudem Wähler, die Exit-Umfragen meiden oder per Briefwahl abstimmen, um die Prognosen so präzise wie möglich zu halten.
Letztlich verdoppelte die AfD ihr Ergebnis von 2021 und erreichte 19,5 Prozent. Zwar stieg die Wahlbeteiligung, doch es gibt keine spezifischen Daten dazu, wie viele AfD-Anhänger per Briefwahl abstimmten. Dieser Mangel an Informationen schränkt eine vollständige Erklärung der Parteileistung ein.
Das vorläufige Endergebnis wies die AfD mit 19,5 Prozent aus – einen halben Prozentpunkt unter der ursprünglichen ARD-Prognose. Die Anpassung erfolgte nach Einbeziehung der Briefwahlstimmen, die oft andere politische Präferenzen widerspiegeln. Behörden wiesen Betrugsvorwürfe zurück, und es gab keine Hinweise auf Unregelmäßigkeiten.






