Adelbodens Skifestival zwischen Jubel und stiller Trauer um Crans-Montana
Paul MüllerAdelbodens Skifestival zwischen Jubel und stiller Trauer um Crans-Montana
Adelboden veranstaltete sein jährliches Skifestival nur zwei Wochen nach dem verheerenden Brand in Crans-Montana
Das Event lockte über 20.000 Zuschauer an und verband Feierstimmung mit würdevoller Erinnerung. Die Veranstalter achteten das ganze Wochenende über darauf, Freude und Respekt für die Opfer des Feuers in Einklang zu bringen.
Der Auftakt des Festivals stand im Zeichen der Trauer: Vor den Rennen wurde mit einer Schweigeminute der Opfer des Brandes in Crans-Montana gedacht. Zudem sagten die Organisatoren alle Veranstaltungen am Freitag ab – in Übereinstimmung mit dem nationalen Trauertag der Schweiz. Diese Entscheidung, die trotz eines fünfstelligen finanziellen Verlusts getroffen wurde, stieß auf breite Zustimmung.
Am Samstag fanden die Rennen am Chuenisbärgli wie geplant statt. Marco Odermatt sicherte sich seinen fünften Riesenslalom-Sieg in Adelboden und begeisterte damit die Zuschauer. Die abendliche Siegerehrung artete in jubelnde Feiern aus – ein Triumph für die Schweiz.
Trotz der emotionalen Belastung durch die jüngsten Ereignisse blieb das Festival finanziell stabil. Christian Haueter, der Leiter des Organisationskomitees, bestätigte, dass die Rennen auf solidem Fundament stünden. Das Wochenende wurde so zu einem sportlichen Erfolg und zugleich zu einem Moment der Einheit.
Das Festival endete mit einer Mischung aus Feier und Besinnung. Odermatts Sieg und der starke Zuschauerzuspruch unterstrichen den Erfolg der Veranstaltung. Gleichzeitig sorgte der respektvolle Umgang der Organisatoren dafür, dass die Opfer von Crans-Montana nicht in Vergessenheit gerieten.






