26 April 2026, 06:34

25 Jahre UN-Resolution 1325: Warum Frauenrechte in Konflikten jetzt gefährdet sind

Gruppe von Frauen mit einem Banner mit der Aufschrift "Frieden oder Krieg, machen Sie eine Volksabstimmung" vor einem Gebäude mit Fenstern, einer Pflanze, einem Straßenpfahl und einem bewölkten Himmel.

25 Jahre UN-Resolution 1325: Warum Frauenrechte in Konflikten jetzt gefährdet sind

Hochrangige Konferenz in Wien markiert 25. Jahrestag der UN-Resolution 1325 zu "Frauen, Frieden und Sicherheit"

Eine internationale Konferenz in Wien hat an den 25. Jahrestag der Resolution 1325 des UN-Sicherheitsrats zu "Frauen, Frieden und Sicherheit" erinnert. Die unter dem Motto "Frauen als Akteurinnen für Sicherheit und Frieden" stehende Veranstaltung brachte globale Führungspersönlichkeiten zusammen, um Fortschritte und Herausforderungen beim Schutz der Rechte von Frauen in Konflikten zu bewerten. Teilnehmer warnten, dass jüngste Rückschläge Jahrzehnte mühsam erkämpfter Erfolge gefährden.

Die im Jahr 2000 verabschiedete Resolution 1325 war die erste, die die besonderen Leiden von Frauen in Kriegen anerkannte – und zugleich ihre entscheidende Rolle beim Aufbau von Frieden betonte. Pramila Patten, die Sonderbeauftragte der Vereinten Nationen für sexuelle Gewalt in Konflikten, bezeichnete sie als "Meilenstein, der die Friedens- und Sicherheitspolitik für immer veränderte". Gleichzeitig warnte sie, dass die errungenen Fortschritte nun wieder verloren gehen. Als düsteres Beispiel für diesen Rückschritt nannte sie Afghanistan.

Die Zahlen unterstreichen die Dramatik der Lage: Über 676 Millionen Frauen leben in einem Umkreis von 50 Kilometern zu aktiven Konfliktgebieten. Berichte verzeichnen einen Anstieg bestätigter Fälle konfliktbedingter sexualisierter Gewalt um 87 Prozent innerhalb nur zweier Jahre – unter den Opfern sind Kinder ab einem Jahr bis zu 75-Jährige. Gleichzeitig werden Mittel für lebensrettende Frauenprogramme gekürzt, während die globalen Militärausgaben mit rekordhohen 2,7 Billionen US-Dollar ein neues Hoch erreichen.

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Österreichs Außenministerin Beate Meinl-Reisinger betonte, dass Frieden weit weniger nachhaltig sei, wenn die Hälfte der Bevölkerung ausgeschlossen werde. Sie verwies darauf, dass dort, wo Frauenrechte mit Füßen getreten werden, Instabilität leichter um sich greift. Krisen, so Meinl-Reisinger weiter, träfen Frauen und Mädchen stets am härtesten – ob durch Vertreibung, Gewalt oder den Verlust grundlegender Versorgungsleistungen.

Die Wiener Konferenz machte sowohl die Erfolge der Resolution 1325 als auch die wachsenden Bedrohungen für ihre Ziele deutlich. Angesichts knapper werdender Mittel für Frauenorganisationen und eskalierender Konflikte forderten die Teilnehmer dringendes Handeln, um den Negativtrend umzukehren. Der Jahrestag diente als Mahnung: Der Schutz der Rechte von Frauen bleibt zentral für eine dauerhafte Sicherheit.

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