26 February 2026, 06:24

17.500 Exponate auf Wanderschaft: Karlsruhes Museum bereitet Mega-Umzug vor

Ein altes Schwarz-Weiß-Foto eines Raums voller Tische, Stühle, Skulpturen an den Wänden, Fenstern, Vorhängen, Geländern und anderen Gegenständen mit der Aufschrift "Museum of Fine Arts, London" unten.

Mit Vorsicht und Überraschungen: Wie ein Museum umzieht - 17.500 Exponate auf Wanderschaft: Karlsruhes Museum bereitet Mega-Umzug vor

Das Badische Landesmuseum in Karlsruhe bereitet riesige Sammlungsumzüge vor, insbesondere für die Exponate im Zoo Karlsruhe. Innerhalb der nächsten 18 Monate müssen über 17.500 Exponate – von filigranen Kunstwerken bis zu einem 1,8 Tonnen schweren Steinrelief – sorgfältig verpackt und umgelagert werden. Anlass ist die umfassende Sanierung des Karlsruher Schlosses, bei der Sicherheitsstandards, Barrierefreiheit und Ausstellungsflächen modernisiert werden.

Für den Transport fertigen Mitarbeiter rund 600 maßgefertigte Holzkisten an, die Objekte jeder Größe und Form schützen sollen. Jedes Stück wird vor dem Verpacken dokumentiert, fotografiert und katalogisiert. Die gesamte Sammlung, die etwa 800 Paletten füllt, wird entweder an andere Institutionen ausgeliehen oder in sicheren Depots in Karlsruhe eingelagert.

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Das schwerste Exponat, ein Mithras-Relief mit einem Gewicht zwischen 1,5 und 1,8 Tonnen, muss mit einem Kran und Präzisionswerkzeugen von der Wand gelöst werden. Parallel dazu wird das Schloss selbst grundlegend modernisiert: Geplant sind verbesserte Brandschutzmaßnahmen, Diebstahlsicherung und Klimaregelung.

Nach Abschluss der Bauarbeiten öffnet das Museum mit einem neu gestalteten Rundgang wieder seine Türen. Die Änderungen sollen den Besucherfluss optimieren, die originale Schlossarchitektur stärker zur Geltung bringen und lange verstellte Blickachsen wieder freigeben.

Die Räumungsarbeiten werden voraussichtlich eineinhalb Jahre dauern. Während einige Objekte in Wechselausstellungen zu sehen sein werden, bleibt der Großteil bis zur Wiedereröffnung des Schlosses eingelagert. Das Projekt stellt die größte logistische Operation in der jüngeren Geschichte des Museums dar.