158 Tage in ICE-Haft: Wie Rafael Rubio zum Symbol für US-Asylpolitik wurde
Miriam Albrecht158 Tage in ICE-Haft: Wie Rafael Rubio zum Symbol für US-Asylpolitik wurde
Rafael Rubio, ein Datenanalyst des New Yorker Stadtrats, wurde im Januar 2023 von der US-Einwanderungs- und Zollbehörde ICE festgenommen. Seine Verhaftung während eines routinemäßigen Asylgesprächs auf Long Island löste eine Kontroverse aus. Rubio betont, kein Krimineller zu sein, und bezeichnete seine Inhaftierung als Albtraum.
Am 12. Januar 2023 wurde Rubio von ICE in Gewahrsam genommen. Das Heimatschutzministerium begründete dies damit, dass er ein Visum aus dem Jahr 2017 überzogen habe und keine Arbeitserlaubnis besitze. Die Sprecherin des New Yorker Stadtrats widersprach diesen Vorwürfen und bezeichnete sie als falsch.
Rubio wurde 158 Tage lang im ICE-Abschiebegefängnis Delaney Hall in Newark, New Jersey, festgehalten. Während dieser Zeit wurde ihm der Zugang zu lebensnotwendigen Medikamenten verweigert. Zudem verbrachte er zwei Wochen in Isolationshaft.
New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani sprach sich öffentlich für Rubio aus und bestätigte dessen Recht, in der Stadt zu bleiben. Als venezolanischer Staatsbürger genießt Rubio einen temporären Schutzstatus, der bis Oktober 2026 gültig ist. Schließlich wurde er am 19. Juni 2023 aus der Haft entlassen.
Rubios Freilassung erfolgte nach fast sechs Monaten in Gewahrsam. Sein temporärer Schutzstatus bleibt aktiv und ermöglicht ihm, bis 2026 legal in den USA zu leben. Der Fall lenkt die Aufmerksamkeit auf die Bedingungen, denen Häftlinge in ICE-Einrichtungen ausgesetzt sind.
